Zuchtformen des Karpfens
Die Länge beträgt bei einem Speisekarpfen meist 35 cm und einem Gewicht von 1 kg. In freien Gewässern erreichen sie 110 cm. Es wurden schon Exemplare mit 1,2 m und über 35 kg gefangen. Der Körper ist seitlich abgeflacht. Der Karpfen hat eine große Rückenflosse, zwei kurze und zwei lange Barteln, die neben dem Maul sind. Karpfen können bis zu 50 Jahre alt werden. Sie werden aber meist in der Teichwirtschaft nach zwei Jahren bis drei Jahren als Speisefisch mit einem Gewicht von 1 kg vermarktet. Die Laichzeit liegt in Europa zwischen Mai und Juli. Die Paarung erfolgt nur bei einer Wassertemperatur von mehr als 17 °C, spontan bei Wassertemperaturen zwischen 18 und 20 °C in der Uferregion von Teichen oder ruhigen Flussabschnitten. In der Teichwirtschaft wird das Laichen meist künstlich gemacht.
Von den Karpfen gibt es diverse Formen:
- Der Wildkarpfen ist die Urform, hat ein vollständiges Schuppenkleid und einen spindelförmigen Körper. Unregelmäßige Schuppenanordnung.
- Der Schuppenkarpfen, mit vollständigem Schuppenkleid, ist hochrückiger als der Wildkarpfen. Gleichmäßige Schuppenanordnung. Der Kopf ist leicht abgesetzt.
- Der Zeilkarpfen hat eine Reihe annähernd gleich große Schuppen. Sie sind wie in einer Zeile entlang der Seitenlinie angeordnet. Die restliche Körperfläche ist frei von Schuppen.
- Der Spiegelkarpfen ist eine in Europa weit verbreitete Zuchtform.Vom Kopf bis zum Schwanz verläuft am Rücken meist eine durchgehende Reihe von Schuppen. Der Spiegelkarpfen ist meist sehr hochrückig und rund.
- Der Lederkarpfen hat keine Schuppen.
